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Rechte und Pflichten

Trinkwasserverordnung

Die allgemeinen Anforderungen an die Trinkwasserbeschaffenheit sind in § 4 der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) definiert. Danach muss Trinkwasser so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden und das Trinkwasser den Anforderungen der §§ 5-7 entspricht.
Mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung 2001 vom November 2011 hat der Gesetzgeber die periodische Überprüfung der Trinkwasserhausinstallation über die öffentlichen auf die gewerblich genutzten Einrichtungen ausgedehnt. Es sind seit dem neben Gebäuden, in denen Trinkwasser für die Öffentlichkeit bereit gestellt wird, auch Mietobjekte ab einer bestimmten Größe der Trinkwasserinstallation betroffen.

TrinkwV Novellierung 2011 - Wichtige Punkte

  • Ausdehnung der Untersuchungspflicht auf Legionellen auf Gebäude zur gewerblichen Nutzen (Mietobjekte!), in denen sich eine Großanlage zur TW-Erwärmung befindet, und in der sich Duschen o.ä. Einrichtungen befinden, in der es zur Vernebelung des Trinkwassers kommt.
  • Großanlagen sind WW-Installationen mit mehr als 400 Litern Inhalt oder WW-Leitungen mit mehr als drei Litern Inhalt zwischen dem TWE und der Entnahmestelle. Eine gewerbliche Tätigkeit ist insbesondere auch die Vermietung von Wohneinheiten.
  • Fazit: praktisch alle vermieteten Mehrfamilienhäuser mit zentraler TWE, nicht: Ein- und Zweifamilienhäuser!
  • § 14 Abs. 3: jährliche Untersuchungspflicht, probenahme an mehreren repräsentativen Probeentnahmestellen.
  • Untersuchung auf mikrobiologische, chemische sowie Indikatorparameter und auf Legionellen!
  • Gesundheitsamt legt Art der Probenahme und Umfang der Untersuchung (Probenahmestellen, Häufigkeit) fest in Anlehnung an TrinkwV Anlage 5 Teil I Buchstabe f)