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Wo findet man die Erreger


Legionella pneumophila

Legionellen sind ubiquitäre, d.h. in der natürlichen Umwelt vorkommende Bakterien. Überall dort wo Wasser fein vernebelt wird und sich anatembare Aerosole bilden, kann eine Kontamination erfolgen. Dies kann daher grundsätzlich in jeder Art von Gebäude oder Einrichtung geschehen, wo derartige Trinkwasserentnahmestellen vorhanden sind. Diese Kontaminationsquellen sind in erster Linie Duschen, aber auch Whirlpools, Klimaanlagen und Betriebsbereiche mit Kühltürmen. 

Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa

Pseudomonas aeruginosa wird als Krankenhauskeim bezeichnet. Das Bakterium weisst durch seinen Stoffwechsel und seine Zellmembranstruktur Mehrfachresistenzen gegenüber Antibiotika auf. Mit ca. 10 % aller Krankenhausinfektionen gehört P. aeruginosa (PSA) zu den in Deutschland am häufigsten auftretenden Krankenhauskeimen. Das Spektrum an Krankheiten, welche durch diese Bakterien verursacht werden, ist umfangreich. Auslöser dafür sind zum einen die Fähigkeit zur Hämolyse und zum anderen Pathogenitätsfaktoren wie das Exotoxin A (ADP-Ribosyltransferase) sowie die Cytotoxine Exoenzym S und Exoenzym U, die das Bakterium produziert. Das häufigste Erscheinungsbild sind Pneumonien bei zystischer Fibrose, die vor allem bei immunsupprimierten und AIDS-Patienten besonders schwerwiegend sind. Harnwegsinfekte, Enterokolitis, Meningitis, Otitis externa („swimmer’s ear“) oder Infektionen auf Brandwunden können ebenfalls ausgelöst werden.